Esel-Trekking
Esel-Trekking

19.3.2014

Moin, ich mal wieder!
Heute habe ich eine Menge neuer Sachen gelernt: Gitte hat mit mir "Stop and Go" geübt. Puh, war das anstrengend. Ich sag´s euch! Immer wieder stehen (!) bleiben u. dann wieder losmarschieren. Dann hat sie mich absitzen lassen u. ist einfach weggegangen und wehe ich bin aufgestanden, sofort musste ich wieder "Sitz" machen, ich hab dann aber schnell kapiert, dass ich erst bei "Hier" loslaufen darf bis zu Gitte. Das haben wir eine Zeit geübt, ich hatte mich grad an den Ablauf gewöhnt, bin fast auf der Hälfte der Strecke, da ruft Gitte "Stopp!!!", ich hab mich so erschrocken und hab mich gleich hingesetzt, ganz ohne "Sitz"! Und da hab ich doch tatsächlich ein dickes Lob bekommen. Da steig noch einer durch! Dann hat Gitte mich wieder mit "Hier" gerufen. Ich losgerannt zu Gitte, fein vor ihr "Sitz" gemacht. Super Lob bekommen. Beim nächsten Mal bin ich bei "Stopp" mal stehen geblieben, nur mal so zum Probieren, was Gitte wohl nun sagt. Hat sie mich auch gelobt. Da versteh doch einer die Frauchen. Oder ist "Stopp" nur einfach anhalten, egal wie? Nächstes Mal leg ich mich mal hin, mal sehen, ob das auch o.k. ist bei "Stopp". Da bin ich mal gespannt, wie Frauchen reagiert. 
Hab ich euch schon erzählt, dass ich auf Kommando Pippi machen kann? Nein? Kann ich aber, echt. Jedenfalls bei Gitte. Mit Herrchen klappt das nicht so gut, der sagt mal "geh pillern" oder "such Pillerplatz" (das ist ganz merkwürdig, soll ich beim "Platz" auch noch pillern? Das soll mir Herrchen mal vormachen! So eine Sauerei!) Gitte sagt immer "mach Pippi", das ist doch eindeutig klar, kann ich sofort! 
Ganz schwer tu ich mich grad beim Toben mit Else und Egon. Ich bin jetzt bald 4 mal so groß wie Else, u. Egon ist so langsam u. unbeweglich auf Grund seines Alters. Für die zwei bin ich einfach zu ungestüm. Rüpelalter eben. "Da musst du durch", sagt Gitte eben u. so manches Mal schimpft sie mit mir, wenn ich gar zu wild bin. 
Gestern hat Gitte eine Sonderübung mit Else und mir gemacht. Ich musste neben Else gaaaaaaanz ruhig liegen bleiben. Das war vielleicht schwer für mich. Manno, die Else hat so super toll gerochen, ja merken die Zweifüßler denn gar nicht, dass Else läufig ist? Das haut doch so einen Jungspund wie mich glatt von den Pfoten! Ich weiß zwar  n o c h  nicht, was ich in solchen Fällen alles machen k ö n n t e, aber sooo gute Gerüche gehen doch an meiner Nase nicht einfach so vorbei. 

 

Man hat es echt nicht leicht als junger Hund. Hoffe wenigstens auf euer Verständnis. 

 

Etwas später:

Gitte hat die Sonderübung erweitert:

Elses Körbchen hat ja so gut nach Else geduftet und Gitte hat sich gedacht, vielleicht sollte sie Elses Körbchenkissen mal waschen, dann legt sich Hugo bestimmt nicht mehr rein! Jetzt ist es ganz Quittengelb geworden, riecht total komisch, aber nun auch wieder nicht sooo schlecht, ich hab mich gleich draufgeschmissen, nun riecht es wie "meins"! 

Heute abend trainieren wir: "Else in ihr Körbchen, Hugo in seines"! 
Werde euch dann berichten, ob wir das aushalten können. Wenn ich Glück hab, stellt Gitte unsere beiden Körbchen nebeneinander. Dann kann ich doch wenigstens mein Schnäuzchen auf Elses Körbchenrand legen.......
Euer Hugo

 

20.3.2014

So, wir haben prima geübt. Hat gut geklappt. Körbchen zusammenschieben war nicht nötig. Wir beide waren viel zu k.o. um zu streiten, jeder in sein Körbchen, Gitte in die Mitte u. alle sind wir eingeschlafen. Ja ........... Gitte auch. Bis Gerd vom Schwimmen kam, der hat sich schlapp gelacht, als er uns so sah. Ans Fotomachen hat leider keiner gedacht. Aber wir sind ja noch nicht fertig mit üben, kann ja noch nachgeholt werden.

Bis unlängst!
Hugo

 

22.3.2014

Heute waren wir wieder in der Hundeschule. Einige Hunde waren nicht da, der Spitz auch nicht. Da war es deutlich ruhiger in der Gruppe.

Ich war sooo aufgeregt, was wir heute wohl alles lernen würden, denn da standen so viele Gerätschaften herum: Ein Steg, einige an Stangen angebundene Reifen, ganz viele Stangen hintereinander und eine dickere Stange, die quer an zwei andere Stangen angebunden war.

Zuerst haben wir die übliche Lockerungsrunde gelaufen. Dabei hat Jogi unsere Herrchen und Frauchen begrüßt. Als er auf Gitte zuging, habe ich mich wie doll gefreut und  I C H  wollte natürlich zuerst begrüßt werden. „Das geht aber ja gar nicht, Hugo! Sitz!“ hat Gitte gesagt. Ich wollte aber nicht „Sitz“ machen, ich wollte zu Jogi. Gitte hat mich immer wieder ins „Sitz“ gebracht und Jogi hat ´brav´ gewartet, bis ich endlich sitzen geblieben bin. Nachdem Gitte Jogi begrüßt hat, durfte ich dann auch 

e n d l i c h  `Hallo` sagen. Immer darf Gitte zuerst, das finde ich ganz gemein! Heißt doch Hundeschule, wir sind die Kunden! Da kann man doch als Hund erwarten, dass man uns zuerst begrüßt? Aber Jogi und Gitte sind da ganz anderer Meinung. Das werden wir noch eine Weile diskutieren müssen, glaubt´s!

 

Dann ging es an die tollen aufgestellten Hindernisse. Als Erstes haben wir uns mal die Reifen vorgenommen. Ich durfte anfangen! Gitte hat mich vor den Reifen gesetzt und meine Führleine durch den Reifen gezogen. Sie stellte sich auf die andere Seite, zeigte mit dem Finger auf die untere Reifenkante, hat mit der Hand dann zu sich gewunken und mich gerufen: „Hugo hiiiiier, hopp!“ Ich hab mir kurz den Reifen angeschaut, dann hab ich einen kleinen Sprung gemacht und schon war ich bei Gitte. Wenn´s weiter nix ist, Kleinigkeit für einen Schlaumeier wie mich! Jogi hat mich auch gelobt! Dann haben wir uns weiter hinten aufgestellt, damit die anderen Hunde in Ruhe üben konnten.

Beim nächsten Mal hat Gitte probiert, ob ich wohl auch springe, wenn sie die Leine vorher auf den Boden legt und dann auf die andere Seite vom Reifen geht und mich ruft. Ich hab mir gedacht, die Leine ist ja nicht durch den Reifen gezogen, dann muss ich mich auch nicht so anstrengen und kann einfach unter dem Reifen hindurch klettern. Aber von wegen! Gitte hat mich wieder auf meinen Ausgangspunkt zurück und ins „Sitz“ gebracht, gleiches Spielchen von vorne. Ach so, hab ich mir gedacht, dann soll ich doch wohl ´durch´ den Reifen hüpfen, auch gut, nichts leichter als das. Dachte ja nur, wenn´s auch mit weniger Kraftaufwand gegangen wär…………..

 

Ein paar Mal haben wir das noch geübt. Dann fand ich das zum Gähnen langweilig. Also hat Gitte mich schon mal über den schmalen Steg geführt. Ist für mich ja keine wirkliche Herausforderung, wo ich doch schon über die große Eselwippe flitze auf unserem Eseltrainingsplatz. Aber das weiß da natürlich keiner, die müssen ja auch nicht alles wissen, oder?

 

Nächstes Hindernis war die dickere Querstange. Die war in einer Höhe angebracht, wo ich annahm, hier soll man aber echt drunterher. Aber das war wohl völlige Fehlplanung meinerseits. Die hatten es heute auf  Leistungssport abgesehen. Also hoch mit den Pfoten und drübergehüpft. Ist ja man nicht, das ich das nicht könnte, ist nur von wegen dem Kräftesparen, so nach dem ökonomischen Hunde-Prinzip: mit möglichst wenig Kraftaufwand den größt möglichen  Spaßertrag erzielen.  Mit diesem Prinzip kann man gaaaaaanz lange aushalten. Dieses Prinzip gilt auch in anderen Sektionen, am Meisten wohl in der Geschäftswelt. Warum sollten wir Hunde uns das nicht auch zu Nutze machen? Seid mal ehrlich: Bin ich schlau oder bin ich schlau?

 

Zurück zu den Hindernissen. Zuletzt haben wir den Stangenslalom geübt. Ein bisschen kenn ich den ja auch schon von unserem Eseltrainingsplatz, allerdings wurde hier der Stangenabstand zum Schluss immer schmaler, da passt ja kein Esel mehr durch! Na ja, gut, ich bin ein Hund und noch ein kleiner dazu. Trotzdem wollte ich da nicht so gern durch, Gitte musste mich ganz schön lange bitten. Ich wollte sie nicht verärgern, also bin ich nach reiflichem Überlegen und ein bisschen mit Nachschieben doch durchgeschlichen. Aber geheuer sind mir die engen Pforten immer noch nicht. „Na ja, üben wir noch“, hat Gitte gesagt und mich trotzdem gaaaaaanz feste gelobt. Jogi hat zu Gitte gesagt, das mit dem Hindernisparcours hätten wir prima gemacht und wir werden bestimmt ein ganz tolles Team! Da hat die Gitte sich auch ganz doll gefreut.

Ja, auch Frauchen brauchen ab und zu mal ein Lob, damit sie ihre Lust behalten, uns Hunde weiter auszubilden. Ist schon ein netter Trainer, der Hund und Frauchen/Herrchen lobt! Gibt auch gleich mehr Motivation für´s Üben zu Hause! Gitte hat das gleich in die Tat umgesetzt und zu Hause auf dem Eseltrainingsplatz eine Ecke für mich abgeteilt und mir aus ein paar Fahrradreifen und Stangen einen kleinen Parcours gebaut. Den werden wir morgen mal ausprobieren, für heute hatten wir Training genug, wir wollen das ja man nicht übertreiben, von wegen dem ökonomischen Hunde-Prinzip!

In diesem Sinne…………

Euer Hugo

 


24.3.2014

Junge, Junge! Heute habe ich aber eins vor den Latz gekriegt! Das merk ich mir aber. 
Gitte hat heute die Esel auf die Trainingsweide gelassen, damit sie das Gras dort etwas kürzer fressen. Die Ziegen kamen auch angelaufen. Die sind soooo flink und sie weckten in mir meinen Jagdinstinkt. Ich also hinterhergeflitzt. Zwischen die Esel durch, kreuz und quer über die Weide. Gitte hat nach mir gerufen, aber ich hatte keine Zeit, zu gehorchen, ich mußte doch die Ziegen verfolgen. Da dreht sich doch der Ziegenbock plötzlich um und macht mir eine Kampfansage. Ich mit allen vier Pfoten abgebremst, bin grad noch so vor ihm zum Stehen gekommen, mein Hinterteil hat sich sogar angehoben, so doll hab ich gebremst. Und dann nimmt der Bock doch seinen Kopf runter und boxt mich volle Kanne vor die Brust!!! So eine Frechheit, das konnte ich mir doch nicht gefallen lassen! Von einem kleinen Ziegenbock! Wo kommen wir denn da hin? Ich also den Gegenangriff gestartet. Allerdings habe ich nicht mit Gittes Schnelligkeit gerechnet. Die hat sich gebückt, ein Stückchen Holz aufgenommen und es nach mir geschmissen, hat mich voll am Hintern getroffen! Hab ich mich vielleicht erschrocken. Den Ziegenbock hab ich glatt stehen lassen und bin ganz fix in meine Hütte gelaufen! Also mit einem Angreifer nehm ich es ja auf, aber mit zweien? Gitte war auch noch sauer auf mich! Ich soll die Ziegen in Ruhe lassen, hat sie gesagt. Und ich soll mir das merken. Na gut, für heute hab ich mir das gemerkt, aber für Morgen kann ich nix garantieren. 
Blöder Ziegenbock!  
Euer Hugo 

29.3.2014

Heute waren wir wieder zur Hundeschule. Gitte ist besonders gut drauf, sie hat ihren 37. Hochzeitstag. Schafft auch nicht jeder, hat sie zu meinem Bauern, ihrem Mann, gesagt. Sie hat eine Tasche mit Getränken mit zur Hundeschule genommen. Ich hab einen Extraknabberknochen bekommen. Könnte ruhig öfter Hochzeitstage geben, finde ich.

 

In der Übungsstunde haben wir einiges von den letzten Malen wiederholt. Ich hab alles behalten und die Übungen super gemacht. Gitte hat mich ganz doll gelobt und mich ganz tüchtig geknuddelt, das hab ich aber genossen, sag ich euch. Die anderen Hundebesitzer haben ihre Hunde auch beschmust, als Belohnung für die gute Mitarbeit. Wir Hunde haben mit unseren Herrchen und Frauchen auf der Wiese im schönsten Sonnenschein gelegen und den herrlichen Tag genossen.

Als Gitte dann die Getränke verteilt hat, habe ich ganz artig „Platz“ gemacht neben ihrem Stuhl. Die anderen Hunde auch. Einmal habe ich mich kurz weggeschlichen und neben der Hütte im Schatten ein wenig kühlen Sand zusammengekratzt und mich draufgelegt. In der Sonne war es mir einfach zu heiß und ich dachte, wenn ich mich auf den kühlen Sand lege, werden die Menschen schon merken, dass es mir in der Sonne nicht mehr gefällt.

Der Trainer Jogi fand das mit dem Sand zusammenbuddeln nicht so klasse und hat mir das auch gesagt und gezeigt. Gitte hat dann aber bemerkt, dass ich das nur gemacht habe, weil der Sand so fein kühl war. Na gut, Loch buddeln ist nicht so gut, geb´ ich ja zu. Aber oben drauf ist der Sand doch auch heiß, kühler Sand ist nur weiter unten, da muss ich doch buddeln, oder?

Nächstes Mal werden wir, Gitte und ich, darauf achten, mich frühzeitig in den Schatten zu legen, dann muss ich auch nicht buddeln. Versprochen!

Euer Hugo

 

31.3.2014

Endlich sind Gerd und Gitte wieder da! Sie waren mit den Eseln über das Wochenende am Alfsee und haben bei einem Hoffest mit den Eseln für die Kinderbelustigung gesorgt. Da konnte ich leider nicht mit, Else, Egon und Paula auch nicht. Wir durften alle zusammen auf der großen Hundedeele bleiben. Abends und morgens ist immer der Thomas (Sohn von Gerd und Gitte) mit seinen Kindern gekommen, hat uns Tiere versorgt und ist mit uns „Gassi“ gegangen.

Gitte und Gerd haben uns alle tüchtig gelobt, dass das so prima geklappt hat, sie haben sich schon ein wenig gesorgt, weil es doch für mich das erste Mal war, dass ich länger ohne sie auskommen musste.

 

Ich habe Gitte heute einige Rätsel aufgegeben:

Ich habe die letzten 3 Wochen kaum, bis eigentlich gar nicht mehr in die Wohnung gepinkelt. Seit letztem Wochenende nun das:
Ich habe während des Laufens, schön im Zickzack eine Spur quer durch das Esszimmer gepinkelt. Vorher habe ich kurz an der Tür gefiept, Gitte hat mich raus gelassen auf meinen Pillerplatz im Garten, ich habe aber nur geschnüffelt, mich gewälzt, ins Gras abgelegt, nix gemacht. Gitte hat gedacht: War wohl falscher Alarm, wollte wohl nur eine Runde spielen draußen. Also wieder rein ins Haus. Wir sind keine Minute drinnen, bin ich mal eben gemütlich durchs Esszimmer gelaufen und habe gepinkelt dabei. Im Laufen, das kann ich!
Ist das schon jugendliche Rebbellion, weil ich morgen 18 (Wochen) werde, hat Gitte sich gefragt???
Am Samstag habe ich schon so eine Zickzackspur auf den Steinen draußen gelegt, keiner konnte sich aber einen Reim auf diese Spur machen, es hatte auch niemand beobachtet, wie die Spur dahin gekommen war.

Und ich verrate es ihnen noch nicht!!

Euer Hugo

3.4.2014

Heute lernt Hugo schwimmen. Bitte oben in der grauen Leiste klicken auf: Hugo lernt schwimmen. 

8.4.2014

Gestern war Hundeschule, ist jetzt immer montags am frühen Abend. Wir waren irgendwie müde, Gitte und ich. Einige andere Frauchen auch. Jogi war topfit und hat uns erstmal über den Platz gescheucht. Bewegung war angesagt. Danach haben wir rückwärts gehen geübt. Durch einen schmalen Gang mußte ich zuerst vorwärts hindurchgehen, bis das "Stop"-Zeichen kam. Ich bin auch prima angehalten. Gitte hat dann mit dem Finger nach hinten gezeigt und "Zurück" gesagt. Das mit dem Finger habe ich falsch verstanden, ich dachte, ich soll mich hinsetzen, da zeigt mir Gitte auch immer den Zeigefinger. Gitte hat gelacht und gesagt: "Mein Fehler, ich muss mir ein anderes Zeichen ausdenken."  Sie hat die geöffnete Hand nach unten gedreht und mir leicht vor die Brust gedrückt. Das habe ich besser verstanden, ich bin rückwärts gegangen. Geht doch, wir müssen nur die gleiche Sprache sprechen. So einfach ist das. Bei den nächsten Malen klappte es schon besser.

Später haben wir geübt, wie es ist, wenn wir Hunde alleine im "Platz" liegen bleiben müssen, Frauchen ging derweil auf dem Platz rum. Das konnte ich recht gut, bin nur zweimal ein ganz klein bißchen weiter gekrabbelt und einmal habe ich mich verleiten lassen aufzustehen. Da kam ein Hund mit schleppender Leine direkt vor meiner Nase vorbei, da musste ich einfach aufstehen und ein paar Schritte mitlaufen. Gitte hat das aber gleich gesehen und mich wieder zurück auf meinen "Platz" gebracht. ´Aha´, dachte ich, ´aufstehen ist also nicht, egal wer hier vor mir rumturnt.´ Von da an bin ich auf meinem Platz geblieben . Gitte ging Kaffee trinken in die Hütte. Ich hab kurz noch mal geguckt, wo sie hingeht, dann habe ich mich auf die Seite gerollt und ein Schläfchen gehalten. Gitte war begeistert von mir. Als sie aus der Hütte kam und gelacht hat, dachte ich, nun kann ich wohl zu ihr laufen und hab mich gaaaaaaanz langsam erhoben. "Hugo - Platz" kam es von Gitte sofort. ´Na gut, dann bleib ich noch ein wenig in der Sonne liegen!´ dachte ich mir und bin gleich wieder  nach unten gesackt - plumps! 

Als der Kaffee ausgetrunken war, kam Gitte dann und hat feste mit mir geknuddelt. Sie war begeistert von meiner Leistung, so lange im "Platz" zu bleiben. Ich glaube, ich hab das am Längsten von allen Hunden ausgehaltenl Dabei bin ich fast der Jüngste - beinahe, denn heute war ein gaaaaaanz süßes Labbie-Mädchen da, zum ersten Mal. 9 Wochen ist sie alt und soooo zuckersüß! Sie sieht genau so aus wie ich - damals - nur nicht so pummelig. Na ja, das wird sicher noch, wenn sie erst mal das gute Futter von Jogi kriegt!

Zum Schluss durfte ich noch ein wenig mit 3 anderen Hunden auf die Tobewiese. Das war toll, mal ein paar richtig wilde Hunde zum Spielen, nicht so lahme Krücken wie auf unserem Eselhof. Ja, ja, ist ja schon gut, ich mein es ja nicht so. Ich weiß wohl, das Egon schon sehr alt ist und Paula und Else als Mini-Hunde mein Spielbedürfnis nicht lange durchhalten können. Ich bin ja froh, dass ich sie habe! 

Euer Hugo

10.4.2014

Mit meiner Huschu haben wir wohl echt Glück. Gestern war der Jogi hier bei uns auf dem Eselhof. Hausbesuch nennt er das.  Wir haben geübt, wie die Enkelkinder von Gitte besser mit mir klar kommen können und auch mit Ziegenbock und Eseln und Geflügel haben wir geübt. Das war toll, auch wenn ich einige Male zurechtgewiesen wurde. Leider war der kleine Tinus ziemlich krank, er konnte nicht so recht mitmachen und Gitte hat ihn ins Sofa gebracht, so schlapp war er.

Da werde ich jetzt wohl nicht mehr so wild mit den Kindern umspringen können, die wissen jetzt ganz genau, wie sie mich in die Schranken verweisen müssen. Ich habe mich zeitweise hinter Gittes Enkelin Marah versteckt, die hat mit mir gekuschelt, ging plötzlich auch ohne Gefrotzel meinerseits. Bloß weg von Jogi, hab ich gedacht, der sieht echt alles, jeden kleinen Fehltritt und reagiert sofort und blitzschnell. Manchmal erschreck ich mich ein wenig, aber später zeigt Jogi mir wieder, wie lieb er mich hat und knuddelt mich ordentlich durch. Ist schon ein netter, der Jogi.

Dann haben wir noch geübt, was Gitte machen muss, damit ich nicht alleine auf die Straße laufe und damit ich weiß, wo hier auf dem Hof meine Grenzen sind, also wie weit ich laufen und schnüffeln darf und das ich nicht alles in die Schnauze nehmen darf, was ich unterwegs finde. Daran müssen wir aber noch hart arbeiten, hat Gitte gesagt und Jogi hat genickt.

Na denn………..munter bleiben!

Euer Hugo

26.5.2014

Moin mal wieder!

Ich hab ja lange nix geschrieben, war einfach viel zu beschäftigt mit Lernen, Wachsen, Blödsinn machen, Schwimmen lernen u. diese Huuuuuuundeschuuuuuule! Ich sag´s euch, ich bin immer so total k.o. Und heute war wieder so ein Tag in der Huschu. Aber das war so aufregend, das muß ich euch noch schnell erzählen:
Als Gitte u. ich ankamen, waren schon einige da. Gitte war ziemlich abgehetzt, sie hatte bis zuletzt an so einer blöden Fliegenschutztür gearbeitet, die sie beim Aldi gekauft hatte u. an deren Bauanleitung sie schier verzweifelt ist. Mehrere Male hat sie ganz laut geschimpft! Zuerst dachte ich, sie meint mich - dabei habe ich doch ganz lieb in meinem Körbchen gelegen. Na ja, die Tür war dann so halbwegs fertig, aber dann mußten wir auch dringend los u. so kamen wir eben etwas abgehetzt auf dem Hundeplatz an. Gitte hat dann erst mal einen Kaffee getrunken u. sich dabei ganz ruhig auf einen Stuhl gesetzt.  Ich durfte "platzen"! Ich hatte aber gar keine Lust, hatte schon den ganzen Nachmittag "geplatzt", jetzt wollte ich "Äktschen".............. Aber nix, ich mußte fein neben Gittes Stuhl liegen. Na ja, der Kaffee bleibt ja nicht ewig warm in der Tasse - dann ging´s los - endlich!!!
Nachdem ich ausgiebig gepillert und geschi.......en hatte, ging ich erleichtert u. frohen Mutes mit ungeheurer Power ans Werk. Es kamen immer mehr Hunde (insgesamt waren wir heute 12), und einige neue waren auch dabei. Auch mein Freund, der Spitz, war mal wieder da. Er ist deutlich ruhiger geworden, aber immer noch ein Powerpaket, was ich auch noch zu spüren bekam. Aber davon später.
Nach den üblichen Sitz-, Platz-, Stopp-Übungen hat der Trainer versucht, uns aus dem Platz zu locken. Er war so fies dabei, es war fast unmöglich, liegen zu bleiben. Einmal konnte ich widerstehen, immerhin. Dann mußten wir einen doppelten Slalom laufen. Habt ihr das schon mal gemacht? Dabei kann einem echt schwindelig werden. Und was die Herrchen und Frauchen für einen Aufstand betreiben, daß wir Hunde ja der Hand hinterherlaufen. "Aufmerksamkeit fordern" nennen sie das. Auf diesem Gebiet sind Gitte und ich keine Leuchte, wir bleiben aber dran u. üben weiter. 
Ja und dann ist der Spitz abgehauen, er hat die Chance ergriffen u. sich das Halsband über den Kopf gestreift. Das Frauchen wollte fast in Tränen ausbrechen, weil sie den Spitz nicht zu fassen kriegte, keiner der Menschen auf dem Hundeplatz schaffte das. Jogi, der Trainer, gab dann das Kommando: Den Spitz sofort wegjagen, nicht rankommen lassen! Das fand der Spitz zuerst ganz witzig, er dachte wohl, das wär ein Spielchen. Aber als ihn keiner verfolgte u. sich niemand um ihn kümmerte, ja alle weiter ihren Aufgaben nachgingen, ließ er sich von Jogi einfangen. Das ging blitzschnell, der hatte nix zu lachen. Er wurde fixiert u. wieder angeleint u. ab ins Platz gelegt. Kein Wort wurde mehr darüber gesprochen. War wohl nix mit tollem Ausflug u. Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Frauchen war pottsauer u. wollte ihn eigentlich gar nicht wiederhaben. Ich hab ganz schön Angst gekriegt ob dieses Verhaltens, da bleib ich doch lieber bei meinem Gittchen, da weiß ich, was ich hab.  
Nach ein paar weiteren Übungen durften wir auf die Spielwiese. Wir waren 8 Hunde, da ging die Post ab, sag ich euch. Zuerst habe ich mit Kalle, dem Schiwa-Inu, Fangen gespielt, dann haben sich noch ein paar andere eingeklinkt, da ging es echt rund. Jaaaaaaa und dann kam der Spitz.............................Der war so frech, hat der doch, obwohl ich mich schon längst ergeben hatte, aufgeritten u. hat mich von oben bis unten vollgepieselt!!!!!!!!!!!! ´Pfui Deubel´, hat die Gitte gesagt, als sie mich vor dem Spitz gerettet hat u. sie wollte mich nicht mehr streicheln. 
Dafür durfte ich dann später noch ein paar Runden im Diekfluss schwimmen - irgendwie mußte ich den Geruch vom Spitz doch wieder los werden. Meine Kumpels auf dem Eselhof hätten mich sonst gar nicht mehr ins Hunde-Heuhotel gelassen heute Nacht. Na ja - und Gitte muß wohl auch was abbekommen haben vom Spitz: ´Geh man erst duschen`, hat Bauer Gerd zu ihr gesagt, als wir nach Hause kamen, ´du riechst so komisch!`  
Ja, so kann es einem gehen, ahnste nix, gehst fröhlich zur Hundeschule u. dann kannste dich anschließend schrubben wie blöd, damit du nicht nach Spitz riechst! 

 
Na denn..................haltet euch munter! 
Euer Hugo, der heute genau ein halbes Jahr alt ist!

28.5.2014

Heute war mein erster großer Stadtgang. Ich als Landpromenanze bin heut in das 50 km entfernte Bad Oeynhausen in den dortigen Werre-Park gefahren. Das ist ein riesiges Einkaufszentrum unter Dach, hier hat es nämlich wie aus Eimern geschüttet. 
Die lange Autofahrt habe ich super weggesteckt. Dann im Werre-Park angekommen, wer begegnet mir gleich nach den ersten Metern? Genau! "Ein" Spitz, nicht "der" Spitz aus meiner Huschu, aber genau so sah der aus u. verhielt sich auch noch so: Zog an der Leine vom Frauchen wie hulle, japste und jaulte u. kratzte mit den Pfoten wie blöd. Na ja, ich war nicht viel besser, ich wollte mich auch gleich auf ihn stürzen u. ihm eine Retourkutsche verpassen, von wegen dem Angepiesel am Montag in der Huschu. Gitte hat mich aber nicht zu dem Spitzchen gelassen u. ist schnurstracks mit mir am Spitz vorbei gegangen. Das Frauchen vom Spitz wollte eigentlich das "brave" Hündchen mit mir spielen lassen, an der Leine natürlich, sind doch soooo liebe Hunde............... Gitte ließ nicht mit sich verhandeln u. mit Spitzen sowieso nicht! Den Gestank vom Montag hatte sie wohl immer noch in der Nase u. heute im Sonntagsausgehzeug............geht gar nicht, basta!  
Dann sind wir weiter bis zur "Nordsee" gegangen. Nein........doch nicht bis zur wässrigen Nordsee! In den Imbiss! Da gibt´s doch auch leckeren Fisch. Vor der Theke mußten wir ein bißchen warten, ich hab fein an Gittes linkem Bein Platz gemacht. Gitte u. Gerd haben sich was ausgesucht u. dann sind wir (mit Tablett und Hundeleine!!) durch die engen Gassen an einen freien Tisch gegangen. Kaum hatte ich mich unter den kleinen Tisch postiert u. Gitte hatte just das Tablett auf den Tisch gestellt u. die Leine um ihr Bein geknotet, setzt sich an den Nachbartisch ein älteres Ehepaar. Ja genau......was haben die dabei???? Nein, keinen Spitz, aber einen anderen Rüpel, von Erziehung nix zu sehen u. dann noch mit Geschirr, also kaum Einwirkungsmöglichkeiten auf den Strolch. Ich kriegte ein "Platz" kommandiert, einen festen Druck in den Nacken, nochmal ein "Platz" u. dann wagte ich es kaum noch, meine Nase in Windrichtung Rebell zu stellen. Der aber zog und zerrte, Herrchen u. Frauchen waren total alle vom Zerren am Geschirr. Wenn sie dann nicht aufgestanden wären u. hätten sich einen Tisch weiter gesetzt, wär Gitte wahrscheinlich der Kragen geplatzt! Haben wir noch mal Glück gehabt u. die auch!  
Der Rest der Fischmahlzeit verlief dann ruhig. Dann sind wir wieder auf die Einkaufsmeile zurück. Schön unter Dach auf blitzblanken Fliesen...... bis ich mich da mal erleichtert hab. Oh, Schiet, Gitte hat das zu spät bemerkt. So ist das, wenn man seine Nase immer an die Schaufensterscheiben drückt! Man bemerkt das Wichtigste im Leben nicht!  
Also ist Gitte zum Bäcker gegenüber u. hat ein paar super saugstarke Servietten geholt zum wegwischen. Eine Dame auf einer Bank an meiner "Losungsstelle" ging mit sehr geradem Rücken u. gerümpfter Nase von dannen, die muß wohl keinen Hund zu Hause haben. Na ja, blöd gelaufen, vertreiben wollte ich die ja auch nicht. Ich hab sie noch mit einem meiner ganz lieben "Von-unten-nach oben-Blicken" angeschaut, hat aber nix an ihrer Haltung geändert. Na denn nich!  
Ab da wußten Gitte und Gerd aber, daß sie sich des Öfteren nach mir umdrehen müssen. Gitte und Gerd sind eben auch keine Stadtgänger u. schon gar nicht mit Hund, sie sind Landstreicher, im wahrsten Sinne des Wortes. Wer ihre Urlaubsberichte vom Eseltrekking kennt, weiß das.  
Ein paar andere Hunde sind mir noch begegnet, bei den kleineren Kläffern hab ich ein wenig mehr aufgedreht, die sind so winzig und zappelig u. so super schnell. Als Gitte und Gerd eine Milchkaffeepause gemacht haben, ich wieder ganz lieb unter dem Tisch gelegen habe, ist mir ein Kangal begegnet, der war erst 4 Monate alt u. fast größer als ich! Aber er fixierte mich nicht sonderlich, legte mal seinen Kopf schief u. seine immer nach vorne abgeknickten Ohren zuckten. Ich glaube, das war eine Art Anmache, denn es stellte sich heraus, das es ein Mädchen war! Da ich aber noch so gar kein Interesse an diesem Geschlecht habe, bin ich da nicht drauf eingegangen. Das könnte sich in den nächsten Monaten vielleicht etwas ändern. Und die hat ja auch man erst nur geübt, wie das geht, das Anmachen. Aber süß war sie schon................  
Das war ein schöner Nachmittag, allerdings ziemlich anstrengend für alle!  
Euer Hugo

 

Hier finden Sie uns:

Eselhof Priesmeier
Oppendorfer Str. 1
32351 Stemwede-Oppendorf

         Krs. Minden-Lübbecke

 

Kontakt:

Tel.: 05773/335


E-Mail: info@esel-trekking.de

 

 

 

 

 

Zur Wetter-Detailansicht bitte auf das Bild klicken

St.Nr.: 331/5991/1433

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Esel-Trekking